7.5.06

Streckenerfahrungsflug - Teil 6

Nach einem gemütlichen Flug landeten wir morgens früh in Sharjah.
Bei den Einreiseformalitäten fielen wir gleich auf:
Da wollten zwei Piloten doch, trotz der ihnen üblicherweise gewährten Visumsfreien Einreise, partout ein Besuchervisum in ihrem Pass sehen. Das war den Grenzbeamten gleich völlig verdächtig...
Nachdem wir jedoch den Hintergrund erläuterten, daß wir an am nächsten Tag mit dem Mietwagen ein wenig das Land erkunden wollten und dabei auch den Oman besuchen wollten (was ohne Einreisevisum nicht geht), stießen wir sofort auf freundliches Verständnis!

Nach Ankunft im Hotel war jedoch erst mal Ausschlafen angesagt.
Am Nachmittag fuhr ich mit meinem Kumpel gemütlich per Taxi nach Dubai.


Bei einer "Abra-Fahrt", das sind die dort üblichen kleine flachen und schmalen Personenfähren, hatten wir Gelegenheit die in Dubai ankernden "Daus" zu bewundern.
Das sind die oben abgebildeten Frachtschiffe. Als Logistiker im Herzen war ich natürlich wieder einmal sehr fasziniert, welche Massen an Stückgut auf diese bis nach Afrika und Indien fahrenden Schiffe verladen wurden.
Neben einfachen Säcken mit allerlei Nahrungsmittel wurden durchaus auch Kartons mit Hightech (DVD-Spieler, Plasma-Bildschirme, etc.) verladen.

Dieses Bild verleitete mich dazu mal wieder über eine Theorie nachdenken. M. E. nach gibt es in jedem Land ein gewisses Netzwerk, das das Land am Leben erhält und mit den nötigsten versorgt. Dieses Netz besteht abhängig vom Landeszustand mal aus dickeren und mal aus dünneren Fäden. Nur in extremen Kriegszeiten werden die Fäden so dünn, daß sie reißen und eine Katastrophe ist meist die Folge.

Daher glaube ich, daß ein freien und wirklich fairer Handel ein erstaunlicher Friedensgarant ist, denn welcher Händler hat schon ein Interesse am Zerreißen des Netzes, von dem er lebt?

Fortsetzung folgt...

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